"Notstand der Menschlichkeit"

Aufruf des Duisburger Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage

Foto: Pixabay
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Das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Notstand der Menschlichkeit“ am 6. Juli in der Duisburger Innenstadt auf.  Eingeladen hat hierzu die Seebrücke Duisburg.


Hintergrund: Am 1. Juli versuchte die italienische Regierung zunächst, die Kapitänin der Sea Watch an der Einfahrt in den Hafen von Lampedusa zu hindern. Nachdem dies nicht gelang, wurde Carola Rackete erst festgenommen und jetzt wieder freigelassen. Dennoch ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft unter anderem wegen illegaler Migration und Widerstand gegen ein Militärschiff und Vollstreckungsbeamten gegen Rackete. Dem voran ging eine über zweiwöchige Hängepartie auf dem Mittelmeer.


Im Juni rettete die Sea-Watch 53 Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer. Nach internationalem Seerecht war die Kapitänin verpflichtet, den ersten sicheren Hafen anzufahren. „Wenn Kapitäne für die Rettung von Menschenleben in Europa solche Konsequenzen zu fürchten haben, dann stellen die Staaten Europas die grundlegenden Menschenrechte in Frage“, so Armin Schneider, Sprecher des Duisburger Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. „Das Signal an alle Kapitäne und die Zivilgesellschaft ist fatal. Wir dürfen nicht zulassen, dass staatliches Handeln diese Konsequenzen hat!“

Das Bündnis besteht aus verschiedensten gesellschaftlichen Kräften der Stadt Duisburg, unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften. Auch die katholische Stadtkirche Duisburg ist aktives Mitglied des Bündnisses. Schirmherr ist Oberbürgermeister Sören Link.