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Christen und Muslime reden über „Heimat“

Gesprächskreis lädt am 28. Oktober zum offenen Austausch ein

©geralt / Pixabay.com - Lizenz
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Der hiesige christlich-islamische Gesprächskreis, an dem auch die katholische und die evangelische Kirche Duisburg beteiligt sind, lädt am 28. Oktober wieder zu einem öffentlichen Diskurs, der helfen soll, Vorurteile zu überwinden und das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen zu fördern. Diesmal geht es um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum Christus – Unser Friede an der Wiesbadener Str. 107 in Obermeiderich um das Thema Heimat. Nach kurzen Impulsen soll der Frage nachgegangen werden, wie Heimat im Christentum und Islam gesehen wird.

„Heimat ist heute ein viel benutzter und oftmals auch missbrauchter Begriff. Von einigen Kreisen wird Heimat gar als Kampfbegriff genutzt, um andere auszuschließen. Dem muss entschieden entgegen gewirkt werden“, findet Heribert Weinbrenner, als Pastor der katholischen Gemeinde Christus − Unser Friede diesmal Gastgeber des Gesprächskreises.

„Heimat wird oft mit Geburt, Nationalität und Identität und manchmal auch mit Religionszugehörigkeit verbunden. Und das kann für Christen und Muslime zu unterschiedlichen Heimatbegriffen führen, die sich aber nicht unbedingt ausschließen müssen“, findet Hülya Ceylan, Vorstandsmitglied der DIITB Merkez Moschee. Denn sie ist gemeinsam mit Pastor Heribert Weinbrenner und Pfarrer Tijmen Aukes vom Evangelischen Kirchenkreis Duisburg sicher: „So wie vor uns schon seit Jahrhunderten Menschen in Duisburg zugezogen sind, so haben auch wir in dieser Stadt ganz unabhängig von unserer Herkunft, Kultur und Religion eine gemeinsame Heimat gefunden. Und das eint uns.“

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