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Duisburger Katholiken feiern in diesem Jahr "Fronleichnam light"

In Hamborn und Meiderich soll aber unter freiem Himmel gebetet werden

Foto: Pixabay
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Wenn am kommenden Donnerstag Fronleichnam gefeiert wird, werden sich die katholischen Christen auch in Duisburg auf andere Bedingungen einstellen müssen, als sie sonst gewohnt sind. Denn durch die Corona-Beschränkungen werden die üblichen Prozessionen nicht stattfinden können. Festmessen wird es dennoch in fast allen Pfarreien geben. In Hamborn und Meiderich geht man Fronleichnam noch einen kleinen Schritt weiter und plant, bei gutem Wetter auch unter freiem Himmel zu beten.


Eigentlich gehört für katholische Christen zu Fronleichnam immer auch eine Prozession durch die Straßen ihrer Kirchengemeinde und das gemeinsame Beten an festlich geschmückten Altären unter freiem Himmel. Sie wollen damit ihren Glauben bezeugen und zeigen: „Gott lässt niemanden allein und ist ein stetiger Begleiter auf dem Lebensweg jedes Einzelnen.“ So soll auch deutlich werden, dass jeder Gläubige selbst Christus in sich trägt. Auf dieses besondere Zeugnis ihres Glaubens müssen die Katholiken aber in diesem Jahr verzichten.


In der Pfarrei St. Johann in Duisburg-Hamborn ist nun zumindest geplant, die Gottesdienste in der Abtei-Kirche, der Herz Jesu-Kirche in Neumühl und der Kirche von St. Hildegard bei gutem Wetter nach draußen zu verlegen. Am Kirchort St. Barbara in Röttgersbach geht man noch einen kreativen Schritt weiter. Dort ist sogar eine kleine, mit den städtischen Behörden abgestimmte „Prozession light“ von zehn Personen zusammen mit Generalvikar Klaus Pfeffer geplant. Die Zehn werden stellvertretend für die ganze Gemeinde durch die Straßen ziehen und an zwei Stationen Halt machen, um mit den dort lebenden Menschen am Fenster zu beten. Der Prozession anschließen kann man sich allerdings Corona-bedingt nicht.

Eine andere Form von Prozession in Corona-Zeiten ist in Meiderich geplant. Dort soll es in St. Michael auf der Von-der-Mark-Straße und in Herz Jesu an der Brückelstraße im Anschluss an die Gottesdienste wenigstens eine Prozession rund um die Kirche geben.


In den anderen Duisburger Pfarreien auf der rechten Rheinseite, konkret in St. Dionysius in Walsum und Liebfrauen in Duisburg-Mitte sind dagegen ausschließlich Inhouse-Messen geplant. Einzig die Pfarrei St Judas Thaddäus verzichtet noch bis zum 21. Juni ganz auf Präsenz-Gottesdienste. Auch linksrheinisch beschränken sich die Pfarreien St. Franziskus in Homberg sowie St. Matthias und St. Peter in Rheinhausen in diesem Jahr ausschließlich auf Festmessen in der Kirche.


Anstelle der Prozessionen werden alle Gottesdienste in den Duisburger Pfarreien mit einem besonderen eucharistischen Segen abgeschlossen.

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