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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Mit einem ökumenischen Gottesdienst wird in Duisburg der Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren gedacht. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der am Sonntag, 26. Januar 2020 um 18 Uhr in der Salvatorkirche neben dem Rathaus gefeiert wird, steht wie in den Vorjahren eines der zehn Gebote.

Diesmal ist es das Gebot „Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten!“, zu dem Rainer Hoffmann von der Jüdischen Gemeinde aus der Thora liest und Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, predigt.

„Auch 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers bleibt Auschwitz ein Synonym für das Grauen schlechthin, für die Hölle auf Erden“, sagt Superintendent Schneider. „Daran zu erinnern, ist für uns eine Verpflichtung. Gerade in einer Zeit, in der die unmittelbaren Zeitzeugen immer weniger werden – um der Opfer willen. Wir brauchen eine Kultur des Gedenkens aber auch um unser selbst willen. Nicht weil wir rückwärtsgewandt an der Vergangenheit klebten, sondern weil wir die Erinnerung brauchen, um unsere Zukunft menschenwürdig zu gestalten. Gerade der Anschlag auf die Synagoge in Halle hat gezeigt, dass der Antisemitismus noch lange nicht überwunden ist.“

Die Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V., der Evangelische Kirchenkreis Duisburg, die Katholische Kirche Duisburg, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage in Duisburg und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) organisieren den Gottesdienst gemeinsam und laden herzlich dazu ein.

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