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Katholische Gymnasien in Duisburg gut gerüstet für Neustart nach Corona-Pause

© B. Bahrfeck | Bistum Essen
© B. Bahrfeck | Bistum Essen

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit und den verschiedensten Herausforderungen rund um Hygieneregeln und Abstands-Maßnahmen sehen sich die beiden katholischen Bistumsschulen in Duisburg, das Abtei-Gymnasium und das St. Hildegardis-Gymnasium für den Neustart des Schulbetriebs gut gerüstet. „Durch das Engagement und die Kreativität unserer Schulleitungen und Lehrerkollegien konnten wir die Vorgaben des Landes soweit umsetzen, dass wir mit den prüfungsvorbereitenden Maßnahmen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten auch an unseren Duisburger Gymnasien beginnen können“, sagt Eva Lingen, die Schuldezernentin des Bistums.

 

Gestartet wird zunächst mit freiwilligen „prüfungsvorbereitenden Maßnahmen“ für die Abiturienten: Sie haben den nötigen Schulstoff bereits erhalten und können sich gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern sowie von den Lehrkräften betreut auf die nun ab dem 12. Mai anstehenden Abschlussprüfungen vorbereiten.

Einbahnstraßen-Regelungen sollen enge Begegnungen verhindern

Egal ob freiwillige Prüfungsvorbereitungen oder fester Unterricht: Für die Schulen bedeuten die ersten Schritte zurück in Richtung Präsenzunterricht einen enormen Aufwand. Seit Montag bemühen sich die Lehrerinnen und Lehrer, die nicht aufgrund von Vorerkrankungen oder hohem Alter aktuell im Homeoffice arbeiten, die Schulgebäude und die Unterrichtsorganisation entsprechend vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler dürften sich in jedem Fall wundern, wie ihre oft seit Jahren vertrauten Klassen-, Kurs- und Pausenräume nun aussehen: Schilder und Pfeile in den Schul-Gebäuden markieren neue Einbahnstraßen-Regelungen, die zu enge Begegnungen auf den Gängen verhindern sollen. Überall im Gebäude mahnen Plakate und Aufkleber zum Händewaschen und Abstandhalten.


In vielen Fällen werden sich die Schüler auch nicht in ihren bislang gewohnten Klassen- oder Kurs-Zusammensetzungen wiederfinden. Zum Teil haben Lehrkräfte mit dem Zollstock ausgemessen, wie viele Schülerinnen und Schüler – bei Einhaltung des Mindestabstands von zwei Metern – noch in einen Klassenraum dürfen. Große Kurse müssen daher aufgeteilt werden. Am Duisburger Abtei-Gymnasium lässt man die verschiedenen Kurse zudem zeitlich versetzt beginnen, um Gedränge zu verhindern. Zudem beginnt dort die Prüfungsvorbereitung in dieser Woche erst für die Leistungskurse. In der kommenden Woche wechseln sich Grund- und Leistungskurs-Fächer dann tageweise ab.

Desinfektionsmittel gehört zur festen Schul-Ausstattung

Neben Seife und Handtüchern gehören an den Schulen nun Desinfektionsmittel zur festen Ausstattung – nicht nur für Schüler und Lehrer, sondern auch zum häufigeren Reinigen der Oberflächen. Wurden die Klassenräume bislang einmal täglich nach dem Unterricht geputzt, planen die Schulen nun, zumindest die Oberflächen nach jedem Kurs-Wechsel desinfizieren zu lassen.


So wird es wohl ein vorsichtiges Wieder-Eingewöhnen werden, wenn nach mehr als fünf Wochen Pause am Donnerstag die ersten Schülerinnen und Schüler ihre Schulen wieder in Beschlag nehmen. Für die Kollegien bleiben neben dem neuen Präsenzunterricht dann jedoch noch zwei weitere Baustellen: Zum einen müssen sie für den Großteil der Schülerinnen und Schüler auch in den kommenden Wochen noch den Unterricht zuhause organisieren, also Aufgaben bereitstellen, kontrollieren, Fragen beantworten und die Kinder und Jugendlichen pädagogisch begleiten. Und zum anderen sind die Schulen für die jüngeren Jahrgänge eingebunden in die Kinder-Notbetreuung. Von Normalität kann also noch lange keine Rede sein.

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