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Gemeinsam solidarisch zum Welttag der Armen

Gestern feierte die katholische Kirche auf der ganzen Welt zum dritten Mal den Welttag der Armen. Auch in Duisburg wurde dieser Tag mit einem wunderbaren Fest der Begegnung im Hamborner Abteizentrum begangen, an dem Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft gemeinsam an einem Tisch saßen und wo Gespräche möglich wurden, die so nicht selbstverständlich sind.

Zuvor waren alle eingeladen zu einem eher ungewöhnlichen Gottesdienst in der Abteikirche gemeinsam mit Generalvikar Klaus Pfeffer. Statt der üblichen Predigt führte er heute Morgen mit Schwester Mariotte Hillebrand in der Kirche ein offenes Zwiegespräch über die Sorgen und Hoffnungen der Menschen hier bei uns im Duisburger Norden und darüber, welchen Beitrag Kirche leisten kann, damit sich die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen nachhaltig verbessern. Es war eine wirklich nachdenklich stimmende Predigt.

Auszüge aus der Predigt

Generalvikar Klaus Pfeffer:

"Im Zukunftsbild unseres Bistums haben wir vor ein paar Jahren formuliert, dass wir Christen 'einen wachen Blick für die Wirklichkeiten' in unseren Stadtteilen haben wollen, um mitzuhelfen, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, aktiv und nachhaltig voranzutreiben. Wir haben damals verstanden, dass das Christentum sich nicht an Äußerlichkeiten festmacht und sich nicht retten lässt, indem wir uns an Gebäude, Strukturen, Lehren klammern – sondern miteinander konkret leben, was Jesus gelehrt und gelebt hat."

Schwester Mariotte:

"... ich lasse mich (...) weder von Briefen und Drohungen rechtskatholischer Mitchristen abhalten, die meinen, uns vor den Gefahren des Islam warnen zu müssen, noch von politischen Konflikten und Auseinandersetzungen wie denen gerade im Nahen Osten, die versuchen, auch hier in Duisburg unser Zusammenleben zu erschweren. All diesen Bestrebungen möchte ich die Einladung zur persönlichen Begegnung und zum gegenseitigen Kennenlernen entgegensetzen, bei denen ich in den vergangenen Monaten immer wieder die Erfahrung gemacht habe, wie die Menschen völlig erstaunt und positiv überrascht sind über die scheinbar 'Fremden' aus der Nachbarschaft und wie sie bisherige Vorbehalte und Skepsis überwinden konnten."

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