Zwischen Kuckucksruf, Orgel und Elektronik
Das Thema "Natur und Kultur" steht auf dem Programm des Konzerts am Sonntag, 08.03.2026 um 18:00 Uhr in St. Ludger, Duisburg-Neudorf. Der Kuckucksruf zieht sich durch die klassische Musik wie ein Naturmotiv in unterschiedlichen Variationen. So erklingen drei barocke Orgelwerke von Johann Caspar von Kerll, Girolamo Frescobaldi und Georg Muffat, die diesen Ruf enthalten.
In Kontrast dazu stehen die Werke elektronischer Musik, die einerseits aus "natürlichen" Aufnahmen von Alltagsgeräuschen oder Orgel- und Flötenklängen bestehen, andererseits aus "kultürliche" synthetische Musik, die in der Natur nicht vorkommt. Dominik Susteck zeigt ein akustisches Stadtporträt der Kulturhauptstadt Esch-sur-Alzette (Luxemburg). Die verwendeten Klänge sind heterogen. Von Straßengeräuschen, Vogelzwitschern, Unterhaltungen oder Straßenmusik gesellen sich blockhafte Elemente zu teils schroffen Orgelklängen. Es entsteht ein akustisches Hörspiel. Sarah Proskes Schattenwald mischt aufgenommene Orgelklänge mit der echten Orgel. Das Zischen und Pfeifen einer kleinen vollmechanischen Orgel wird zur Grundlage einer fast romantisch fragmentarischen Klangszene. Man meint, den Ruf eines Uhus zu vernehmen, den Wind, der über die Bäume streift, das Knarren der Äste.
Der Komponist und Elektroniker Tobias Tobit Hagedorn bringt zwei Werke synthetischer Musik mit, die sich von Lautsprecher zu Lautsprecher flirrend bewegen. Seine Werke Hikari und Richtungsgleiche
bringen synthetische Klänge hervor. Diese bewegen sich zwischen den Lautsprechern, flirren durch den Raum und treten teils in den Dialog mit der Pfeifenorgel. Auch der Sonnengesang der heiligen
Franziskus wird in dem Konzert thematisiert.
Der Eintritt ist frei.
Was: Konzert am Sonntag "Natur und Kultur"
Wann: 08.03.2026, 18:00 Uhr
Wo: Kirche St. Ludger, Ludgeriplatz, Duisburg-Neudorf
