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Escape Room zur Schöpfungsgeschichte in Jugendkirche

„Geschafft“ lautet die doppeldeutige Überschrift der aktuellen Aktion von Tabgha

v.l.: In einem Planschbecken vom Escape Room der Jugendkirche haben Marilena Dornik und Maximilian Strozyk zwischen all dem Müll im Meer auch Schätze versteckt, die einen im Spiel weiterbringen. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
v.l.: In einem Planschbecken vom Escape Room der Jugendkirche haben Marilena Dornik und Maximilian Strozyk zwischen all dem Müll im Meer auch Schätze versteckt, die einen im Spiel weiterbringen. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen

Der Innenraum der Duisburger Jugendkirche Tabgha hat sich vorübergehend in einen Escape Room zur Schöpfungsgeschichte verwandelt. In der neuen Erlebniswelt können sich Gruppen mit Menschen ab 14 Jahren jeweils rund zwei Stunden lang von der Erschaffung der Welt bis ins Paradies rätseln. „Geschafft“ ist die doppeldeutige Überschrift des kostenlosen Angebots.

 

„Die Erde war wüst und leer…“ – und wohl auch ziemlich neblig. So stellt sich jedenfalls das Team der Jugendkirche Tabgha am Duisburger Dellplatz den Anfang vom Anfang vor: den Beginn der Erschaffung der Welt, wie sie die Bibel erzählt. In einem stockfinsteren Raum sollen sich Jugendliche und junge Erwachsene durch Tasten orientieren, sich miteinander abstimmen und so die ersten Rätsel lösen, um in der neuen Erlebniswelt der Jugendkirche – dem großen Escape Room zur Schöpfungsgeschichte – einen Schritt weiterzukommen.

„Geschafft“ ist die Überschrift der Installation, die fast den gesamten Innenraum der neugotischen St. Joseph-Kirche in eine Landschaft verwandelt hat, die sich um die Umwelt und deren Bedrohung dreht. Diese zeitweise Umgestaltung der Kirche hat in Tabgha immer zwischen Ostern und den Sommerferien Tradition. Diesmal soll sie die Erlebniswelt die jungen Gäste nicht nur einladen, über sich selbst nachzudenken, sondern auch über die Gesellschaft. „Wir haben diese Erde – und was machen wir damit?“, beschreibt Tabgha-Seelsorger Max Strozyk die Grundfrage des Programms.

Teilnehmende helfen Gott, seine Schöpfung wieder zu ordnen

Marilena Dornik und Max Strozyk vom Tabgha-Team sitzen in einem Gewächshaus der Erlebniswelt "Geschafft!" Foto: Nicole Cronauge l Bistum Essen
Marilena Dornik und Max Strozyk vom Tabgha-Team sitzen in einem Gewächshaus der Erlebniswelt "Geschafft!" Foto: Nicole Cronauge l Bistum Essen

Gott spielt als Schöpfer dieser Erde natürlich die Hauptrolle in dieser Landschaft, durch die sich Schulklassen, Jugendgruppen oder Freundescliquen hindurchrätseln dürfen. Fachkundiges Personal begleitet die Teilnehmenden, schon allein um auf Stolperfallen in der dunklen und wüsten Erde am Anfang hinzuweisen, die es trotz der Leere gibt. Die Geschichte des Escape Rooms dreht sich um Gott, der mit seiner Schöpfung ein wenig durcheinander gekommen ist. „Die Teilnehmenden helfen ihm, die Dinge wieder zu ordnen. Dabei sind die Gruppen zwischendurch wie Forscherinnen und Forscher unterwegs“, sagt Marilena Dornik aus dem Tabgha-Team. Von Schöpfungstag zu Schöpfungstag entwickelt sich so „ein sehr dynamischer Escape Room, in dem die Teilnehmenden mal als Großgruppe, mal in Kleingruppen miteinander spielen“, erklärt Dornik. Vom Licht, das von der Dunkelheit geschieden wird, über die Trennung von Meer und Land, die Erschaffung von Pflanzen und Tieren bis schließlich zum Menschen geht die Geschichte der Erlebniswelt, die allerdings im Spiel zeitweise deutlich weniger stringent abläuft als in der Bibel. Dafür stehen nun ein Gewächshaus und ein Swimmingpool in der Kirche, merkwürdige Installationen mit Gläsern und Schläuchen und ein Schreibtisch.

Nicht jede Spielstation erschließt sich auf den ersten Blick. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen
Nicht jede Spielstation erschließt sich auf den ersten Blick. Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen

Die Überschrift „Geschafft“ sei mindestens doppeldeutig gewählt, erläutert Strozyk: „Geschafft!“, habe womöglich Gott gesagt, als er nach sechs anstrengenden Schöpfungstagen am siebten Tag entspannt auf sein gelungenes Werk geschaut hat. Ziemlich „geschafft“, im Sinne von müde, fertig, ausgelaugt, sei aber auch die Erde, wenn man auf die Bedrohung und Zerstörung der Umwelt schaue. Und nach dem absolvierten Escape Room würden in den kommenden Wochen sicher auch manche Besucherinnen und Besucher „geschafft!“ rufen – mal stolz jubelnd und manchmal vielleicht auch ein wenig erschöpft. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Gelegenheit zu geben, sich mit dem Thema Schöpfung individuell und in der Gruppe auseinandersetzen zu können und zugleich eine positive Erfahrung mit der Kirche zu machen, das sei die Motivation für das Tabgha-Team, diese aufwendige Erlebniswelt einzurichten und zu betreiben, sagt Dornik.

Gruppen und Einzelpersonen können sich kostenlos anmelden

Der Betrieb in der Erlebniswelt hat am 6. Mai gestartet. Seitdem kommen Gruppen mit 10 bis 30 Menschen ab 14 Jahren in die Jugendkirche, um sich etwa zwei Stunden lang kostenlos durch dir Schöpfungsgeschichte zu rätseln. Auf der Internetseite http://tabgha.ruhr/geschafft/ können sich Gruppen mit ihren Wunschterminen anmelden. Außerdem gibt es zwei Termine (26. Mai, 14 Uhr oder 21. Juni, 18.30 Uhr), für die sich auch Einzelpersonen oder kleinere Gruppen anmelden können. Neben Jugendgruppen (zum Beispiel in Vorbereitung auf Firmung oder Konfirmation) besuchen auch viele Schulklassen und -kurse die Erlebniswelt.


Kontakt

Michele Przybyla
Jugendreferentin
0151 16143093
michele@tabgha.ruhr

Maximilian Strozyk

TABGHA Seelsorger
0176 21981345
maximilian@tabgha.ruhr

 

Marilena DornikJugendreferentin
0175 3836533
marilena@tabgha.ruhr

https://tabgha.ruhr/



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