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Gruppe aus Karmel fährt nach Rom zur Heiligsprechung von Pater Titus Brandsma

Der Karmeliter und Widerstandkämpfer wird am 15. Mai vom Papst heiliggesprochen

Foto: Karmelgemeinde
Foto: Karmelgemeinde

Wenn am 15. Mai Papst Franziskus den niederländischen Theologen, Philosophen und Karmeliter Titus Brandsma heiligspricht, wird auch eine Gruppe aus der Duisburger Karmelgemeinde mit dabei sein. Unter Leitung von Pater Hermann Olthof – den Duisburgern seit fast 50 Jahren als wichtiger Motor der hiesigen Karmelgemeinde am Innenhafen bekannt – machen sich nächste Woche einige Gemeindemitglieder auf den Weg nach Rom, um bei diesem so wichtigen Ereignis dabei zu sein.

 

Andere erinnern am gleichen Tag zuhause in Duisburg an den Widerstandskämpfer gegen die NS-Ideologie, der am 26. Juli 1942 in Dachau ermordert wurde. Hierzu werden an diesem Tag nach dem Gottesdienst um 11 Uhr Erinnerungstafeln an das Leben des Heiligen im Karmelkommunitätsgarten ausgestellt. Der Garten neben der Karmelkirche ist aus diesem Anlass am 15. Mai für ein breites Publikum geöffnet. Schon am vergangenen Sonntag wurde zudem in der Karmelkirche eine Gedächtnisecke mit einem Bild und Glaubensaussagen von Titus Brandsma eingerichtet.

 

Foto: Karmelgemeinde
Foto: Karmelgemeinde

„Pater Titus Brandsma wird zwar erst jetzt heiliggesprochen, aber eigentlich ist schon sein ganzes Leben, Arbeiten und vor allem sein Leiden in den Gefängnissen von Arnheim, Scheveningen, Amersfoort, Kleve und Dachau heiligmäßig gewesen“, findet Pater Hermann Olthof. Dem bereits am 3. November 1985 von Papst Johannes Paul II. Seliggesprochenen sei die Bezeugung der Gegenwart Gottes stets ein großes Anliegen gewesen. „In diesem Sinne hielt er in den 30er und 40er Jahren landesweit Vorträge, schrieb regelmäßig Artikel in Tageszeitungen und lebte seine Überzeugungen auch in seiner Funktion als Rector Magnifikus an der Universität in Nijmegen“, berichtet Pater Hermann weiter. Sein lebendiger Glaube wird am 22. Mai in einem Festgottesdienst um 11 Uhr in der Karmelkirche noch einmal ganz im Mittelpunkt stehen.

 

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